Brustchirurgie
Die Klinik für Plastische Chirurgie führt sowohl ästhetische als auch rekonstruktive Operationen der Brust durch.
Oft hat eine zu große und schwere Brust einen hohen Leidensdruck zur Folge. Rückenschmerzen, ein schmerzhaftes Einschnüren der BH- Träger, oder die Unmöglichkeit, einen bestimmten Sport zu betreiben, bedeuten eine erhebliche Belastung und Einschränkung der Lebensqualität. Auch eine zu kleine oder asymmetrische Brust kann sich negativ auf den Gemütszustand und das Sozialleben auswirken.
Bei Männer kann es durch Übergewicht oder Hormonschwankungen auch zu einer Vergrößerung des Brustgewebes kommen. (eine sogenannte Gynäkomastie oder Pseudogynäkomastie).
Einen besonderen Einschnitt in die Lebensqualität stellt darüber hinaus eine Tumorerkrankung der Brust dar, bei der eine Rekonstruktion der Brust ein Schritt zurück in Richtung Normalität bedeuten kann. Operationen wie die Brustverkleinerung, -vergrößerung mit Implantaten oder Eigenfett, Korrektur der vergrößerten männlichen Brust durch Fettabsaugung oder Straffung bzw. Entfernung der Brust-Drüse bei Männern sowie die Rekonstruktion nach einer Tumor- Erkrankung gehören zum Alltag der Klinik für Plastische Chirurgie.
Wir unterstützen Sie mit entsprechenden Anträgen bei Ihrer Krankenkasse oder erstellen einen transparenten Kostenvoranschlag für ästhetische Operationen. Bei der Rekonstruktion nach Tumor-Erkrankungen braucht es in der Regel keine speziellen Anträge.
Rekonstruktionsverfahren
Die DIEP-Lappenplastik:
Dabei wird Gewebe (Haut und Fett) vom Unterbauch entnommen, daraus eine neue Brust geformt und die dazugehörigen Blutgefäße mit dem Mikroskop an der neuen Stelle angeschlossen.
Die TMG-Lappenplastik:
Diese Methode ist ähnlich der DIEP-Methode, nur dass das Gewebe nicht vom Bauch, sondern von der Oberschenkel-Innenseite entnommen wird. Diese Methode kommt zum Einsatz bei Patientinnen, die nur wenig Gewebe am Bauch haben, also eher schlanker konfiguriert sind.
Die Latissimus-Dorsi-Lappenplastik:
Bei dieser Methode wird der breite Rückenmuskel mitsamt Haut und Fettgewebe nach vorne verlagert, um damit eine neue Brust zu formen. Diese Methode ist weniger aufwendig und kommt zum Einsatz bei Patientinnen, die eine Rekonstruktion mit Eigengewebe wünschen, jedoch keine gute Durchblutung mehr haben, z. B. durch Zigarettenkonsum.
Brustimplantate, Expander und azelluläre Matrix:
Auch mit Silikonimplantaten ist es oft möglich, eine ansprechende Brustform wiederherzustellen. Manchmal wird vorübergehend ein Gewebe-Expander eingesetzt, um die Form zu modellieren. Alternativ zu Silikonimplantaten kommen auch Kochsalz gefüllte Implantate zum Einsatz. Kombiniert werden Implantate oft mit dem Einsatz azellulärer Matrix, einer Gewebeverstärkung, die sich wie ein „innerer BH“ um das Implantat legt.
Eigenfett:
Mit Eigenfett wird generell gearbeitet, um den Körper neu zu formen (Body Contouring), aber auch nach einer Teilentfernung der Brust, um damit eine ansprechende Form wiederherzustellen. Dazu wird Fettgewebe an Bauch oder Beinen abgesaugt, aufgearbeitet und dann mit speziellen Kanülen wieder in der Brust eingespritzt.