Städtisches Krankenhaus Pirmasens informiert über Datenschutzvorfall bei ehemaligen externem Abrechnungsdienstleister

Pirmasens, 22. Mai 2026. Das Städtische Krankenhaus Pirmasens wurde von einem externen Dienstleister, der Abrechnungsservices für Kliniken anbietet, über einen Cyberangriff informiert. Der Vorfall betrifft ausschließlich den externen Dienstleister und nicht die IT-Systeme des Krankenhauses.

Der betroffene Dienstleister war in der Vergangenheit unter anderem mit der Abrechnung von Leistungen für privatversicherte Patientinnen und Patienten, Personen mit privater Zusatzversicherung sowie Selbstzahlerinnen und Selbstzahler beauftragt. Seit dem Januar 2024 bestehen jedoch keine Geschäftsbeziehungen mehr zwischen dem Städtischen Krankenhaus Pirmasens und dem Dienstleister.

Nach aktuellem Kenntnisstand wurden im Rahmen des Cyberangriffs personenbezogene Daten entwendet. Betroffen sein können insbesondere Patientendaten, Gesundheitsdaten, Kontaktdaten sowie Abrechnungsdaten. Die Anzahl potenziell betroffener Personen sowie der genaue Zeitraum des Vorfalls sind derzeit noch Gegenstand laufender Untersuchungen.

Die medizinische Versorgung und der Krankenhausbetrieb sind von dem Vorfall nicht beeinträchtigt. Es wurden keine internen Systeme des Krankenhauses kompromittiert. Einschränkungen für Patientinnen und Patienten bestehen nicht.

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls hat das Städtische Krankenhaus Pirmasens umfassende Maßnahmen eingeleitet. Dazu zählen die Aktivierung des Incident-Response-Prozesses, die Einbindung des Datenschutzbeauftragten sowie die Meldung an die zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde. Zudem wurde der externe Dienstleister zu einer detaillierten Aufklärung aufgefordert. Die Information der betroffenen Personen erfolgt über den Dienstleister.

„Der Schutz sensibler Patientendaten hat für unser Haus höchste Priorität. Auch wenn seit mehreren Jahren keine Geschäftsbeziehungen mehr zu dem Dienstleister bestehen, nehmen wir den Vorfall sehr ernst. Gemeinsam mit allen zuständigen Stellen arbeiten wir an einer umfassenden Aufklärung“, erklärt Christian Koob, Geschäftsführer des Krankenhauses Pirmasens.

Die weiteren Untersuchungen dauern derzeit an. Das Krankenhaus Pirmasens wird transparent über relevante neue Erkenntnisse informieren.

 

Ergänzendes zum Städtischen Krankenhaus Pirmasens

Als regionales Akutkrankenhaus versorgt das im Jahr 1988 erbaute Städtische Krankenhaus Pirmasens die Patienten der Stadt  Pirmasens, der umgebenden Südwestpfalz und des Saarpfalz-Kreises. Durch die Fusion mit dem St. Elisabeth Krankenhaus Rodalben, mit Wirkung zum 1. Januar 2022, erhält die Städtisches Krankenhaus Pirmasens gGmbH die Einstufung zum Schwerpunktversorger.

Zum Leistungsspektrum am „Standort Pirmasens“ gehören die Innere Medizin (Allgemeine Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie sowie Kardiologie), Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, Plastische und Handchirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin, Psychiatrie und Psychotherapie, Urologie und Kinderurologie, Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Notfallmedizin und Schmerztherapie sowie Radiologie. Darüber hinaus befasst sich ein zertifiziertes Krebszentrum mit der Vorsorge, Diagnose und Therapie von Brustkrebserkrankungen. Die Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie ist als Regionales Traumazentrum des TraumaNetzwerkes Saar-(Lor)-Lux-Westpfalz zertifiziert und sichert die Behandlung schwer verletzter Patienten auf höchstem Niveau; als EndoCert-zertifiziertes EndoProthetikZentrum ist sie zudem Mitglied im Endoprothesenregister Deutschland (EPRD). Zudem verfügt der „Standort Pirmasens“ über ein Darm-, Diabetes- und ein Schilddrüsenzentrum sowie das Beckenboden-Zentrum Südwestpfalz.

Der „Standort Rodalben“ verfügt über die Fachabteilungen Innere Medizin und interdisziplinäre Intensivmedizin, Operative Orthopädie und Unfallchirurgie (ebenfalls als Endoprothetik-Zentrum zertifiziert), Konservative Orthopädie und Spezielle Schmerztherapie sowie Anästhesie.

Die Tochtergesellschaft „MVZ Städtisches Krankenhaus Pirmasens gGmbH“ betreibt ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) mit Fachpraxen für Urologie, Gynäkologie (Pirmasens und Zweibrücken), Chirurgie (Pirmasens und Rodalben) und Kinderheilkunde (Pirmasens und Dahn).

Zusammen beschäftigen beide Standorte mehr als 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verfügen über insgesamt 574 Betten/tagesklinische Plätze. Weitere Informationen unter https://kh-pirmasens.de.
 

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