Beckenboden-Zentrum Südwestpfalz: Kompetenz in Kontinenz

Ein weiterer wichtiger Fortschritt für die regionale Gesundheitsversorgung: Das neu gegründete Beckenboden-Zentrum Südwestpfalz am Städtischen Krankenhaus Pirmasens bietet Betroffenen spezialisierte Versorgung mit kurzen Wegen.

Patientinnen und Patienten mit Beckenbodensenkungen, Inkontinenz oder chronischen Schmerzen profitieren von eng verzahnter Diagnostik, schonender Therapie und strukturierter Nachsorge an einem Standort.

Unter der Leitung von Gerald Staudenmaier, seit Februar 2026 Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, arbeitet das Zentrum interdisziplinär mit Urologie und Chirurgie zusammen. Dies ermöglicht individuell abgestimmte Behandlungen auf hohem medizinischen Niveau. Zum Spektrum zählen moderne Diagnostik wie Urodynamik und Zystoskopie sowie proktologische und radiologische Verfahren.

Ein Schwerpunkt liegt auf schonenden Therapien bei Beckenbodensenkungen, von denen etwa jede zehnte Frau betroffen ist. Das Zentrum trägt zur Enttabuisierung weiblicher Inkontinenz bei – die Erkrankung ist häufig und gut behandelbar. In seltenen Fällen sind ebenso Männer betroffen, etwa nach Prostataoperationen und dort oft begleitet von Potenzstörungen. 

Zum Einsatz kommen konservative Maßnahmen wie Beckenbodentraining, Elektrostimulation und Pessare sowie minimalinvasive und operative Verfahren. Als Mitglied im Qualitätsverbund Beckenboden erfüllt das Beckenboden-Zentrum Südwestpfalz zertifizierte Standards. Die Sprechstunde findet donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung statt.

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