Klinik für Gastroenterologie

„Die Aufgabe unserer Abteilung besteht im Erkennen und Behandeln von Erkrankungen der inneren Organe. Dabei steht der Patient mit seinen jeweiligen Anliegen und Beschwerden stets im Mittelpunkt aller Bemühungen.“
(Chefarzt Dr. med. Cornelius Moser)

Die Klinik für Gastroenterologie behandelt Patienten mit Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und der Leber. Ebenso gehören Probleme mit den Hormondrüsen (Endokrinologie) und Erkrankungen der Niere (Nephrologie) zum Aufgabengebiet. Die von der Deutschen Diabetes Gesellschaft zertifizierte Behandlungseinrichtung ist ferner spezialisiert auf den Diabetes mellitus mit allen krankheitsassoziierten Problemen und deckt gemeinsam mit der Klinik für Kardiologie die gesamte Bandbreite der Inneren Medizin ab.

Bauchschmerzen, Gelbsucht, Gewichtsabnahme, Durchfälle oder innere Blutungen sind nur einige in der Gastroenterologie behandelte Symptome. Ebenfalls zu den Aufgabenfeldern zählen viral und bakteriell bedingte Krankheitsbilder (Infektologie) sowie Probleme mit der Lunge (Pneumologie). Im Kontext der Behandlung von Krebsleiden (Onkologie) erfüllt das Städtische Krankenhaus Pirmasens seit 2012 die hohen Anforderungen als zertifiziertes Darmzentrum. Wöchentlich findet eine interdisziplinäre Tumorkonferenz statt.

Durch die Verzahnung mit der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, niedergelassenen Spezialisten und auch überregionalen Kompetenzzentren entstehen interdisziplinäre Behandlungskonzepte. Neben ihren Spezialbereichen bietet die Klinik für Gastroenterologie ein umfassendes Behandlungsspektrum der Allgemeinen Inneren Medizin an.

Gastroenterologie

GastroenterologieDie Klinik für Gastroenterologie deckt ein breites internistisches Spektrum ab. Neben der Allgemeinen Inneren Medizin liegen die Schwerpunkte hier auf der Diagnostik und Therapie von Beschwerden an den Verdauungs- und Stoffwechselorganen sowie infektiologischer und bösartiger Erkrankungen. Über die Kooperation mit dem MVZ Nephrocare in Pirmasens werden Patienten mit akutem und chronischem Nierenversagen behandelt; dies schließt die Durchführung und Einleitung von Hämodialyseverfahren ein. Eine große zentrale Endoskopie ermöglicht neben der Routinediagnostik auch Notfalleingriffe – rund um die Uhr und ohne Zeitverzögerung. Patienten mit Diabetes mellitus werden durch Diabetologen und Diabetesberaterinnen während ihres Aufenthaltes optimal betreut und beraten.

Die Patienten profitieren von einem ganzheitlichen Behandlungsansatz, der auf bewährten Partnerschaften in einem kollegialen System zwischen Fachdisziplinen, Haus- und Fachärzten wie auch weiterführenden Einrichtungen basiert.

Sehr großer Wert liegt auf der Aus- und Fortbildung der ärztlichen Mitarbeiter. Gleichzeitig bietet die Klinik für Gastroenterologie eine Vielzahl von Seminaren beziehungsweise Workshops an und präsentiert die Ergebnisse der Arbeit auf wissenschaftlichen Kongressen.

Innere Medizin – Gastroenterologie

  • leistungsfähige, überdurchschnittlich gut ausgestattete Zentrale Endoskopie mit vier Videotürmen für diagnostische und therapeutische endoskopische Untersuchungen der Speiseröhre, des Magens, des Dünn- und Dickdarmes, der Gallenwege, der Bauchspeicheldrüse und des Bronchialsystems
  • Kapselendoskopie-Einheit
  • Ultraschalluntersuchungen aller Bauchorgane und der Schilddrüse mit modernsten Ultraschallsystemen, inklusive sonographisch gesteuerter Gewebeentnahmen oder Tumorbehandlungen sowie kontrastmittelunterstützte Sonographie
  • Aufwachraum für sedierte Patienten

 Untersuchungen

  • Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD)
    • Video- und Chromo-Endoskopie mit Biopsie
    • Behandlung von Ösophagusvarizen (Ligatur, Sklerosierung, Histoacrylinjektion)
    • Dilatation und Überbrückung von Stenosen (Bougierung, Endoprothesen)
    • Behandlung blutender Magen- und Darmulcera (Injektionstherapie, Hämo-Clips, Fibrinkleber)
    • Mukosektomie bei intraepithelialen Neoplasien
    • Polypektomie
    • Argon-Plasma-Koagulationsbehandlung von blutenden Tumoren
    • Perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG) und Einlage von nasalen Ernährungssonden
    • Gastropexie mit perkutaner Einlage von Ernährungssonde
    • Metallstenteinlagen bei malignen Magenausgangsstenosen
  • Ileo-Coloskopie:
    • Ballondilatation von benignen und malignen Stenosen
    • Argon-Plasma-Koagulationsbehandlung von stenosierenden oder blutenden Tumoren
    • Rektoskopie
    • Polypektomie (Mukosektomien u.a.)
    • Einlage von Rektumstents bei inoperablen Rektumkarzinomen
  • Single-Ballon-Endoskopie:
    • Diagnostik von Dünndarmerkrankungen über oralen und rektalen Zugang
    • Therapie der mittleren gastrointestinalen Blutung
    • Tumordiagnostik
    • Polypektomie 
  • Endoskopisch-retrograde Cholangio-Pankreatikographie (ERCP):
    • Video-Endoskopie mit Biopsie und Bürstenzytologie
    • Endoskopische Papillotomie des Gallen- und Pankreasganges
    • Steinextraktion aus dem Gallen- und Pankreasgang, mechanische Lithotripsie
    • Dilatation von benignen und malignen Gangstenosen
    • Einlage von Plastik-und Metallstents in den Gallengang
  •  Bronchoskopie
    • mit broncho-alveolären Lavagen (BAL)
  • Kapselendoskopie
    • Perkutane transhepatische Cholangiographie
    • Einlage von perkutanen Gallenwegsdrainagen (Münchner-Prothesen)
    • Perkutane Einlage von selbstexpandierenden Metallstents
    • Rendezvous-Verfahren im Zusammenhang mit ERCP
  •  Endosonographie
    • Staging von Tumoren des Gastrointestinaltraktes
    • Feinnadelbiopsien gastrointestinaler und mediastinaler Raumforderungen
    • assistierte Einlage von zystogastrischen Drainagen
    • transgastrale Nekrosektomien
  • Sonographie
    • diagnostische Untersuchungen einschließlich Echokontrastverstärker (CEUS)
    • Duplex- und Dopplersonographie der intraabdominellen Gefäße
    • sonographisch assistierte Organpunktionen
    • Einlage von Abszessdrainagen
  • Funktionsdiagnostik:
    • ph-Metrie der Speiseröhre
    • H2-Atemteste (Laktose-, Fruktose-Intoleranz, bakterielle Fehlbesiedelung etc.)
    • Bodyplethysmographie (Lungenfunktionsüberprüfung, Bronchospasmolyse)
    • Blutgasanalyse
    • nicht invasive Tests zur Überprüfung der Pankreas- und Dünndarmfunktion
    • C13-Atemtest (Helicobacter-Diagnostik)
    • endokrinologische Funktionstests

Nachfolgend wird ein Überblick über die Vielfalt von Erkrankungen gegeben, die in der Klinik für Gastroenterologie behandelt werden:

  • Diagnostik und Therapie gastroenterologischer Krankheitsbilder
    • chronisch entzündliche Darmerkrankungen
    • Erkrankungen der Gallenwege
    • Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
  • infektiologische Erkrankungen
    • infektiöse Durchfallerkrankungen
    • Lungenentzündungen
    • chronische Hepatitis
  • Stoffwechselerkrankungen
    • Diabetes mellitus mit Komplikationen (interdisziplinäre Konzepte)
    • diabetisches Fußsyndrom (mit interdisziplinärer Fußstation) 
    • metabolisches Syndrom
    • Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenerkrankungen
  • Onkologische Erkrankungen
    • Schwerpunkte: Speiseröhren-, Magen-, Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs
    • Leberzellkrebs
    • Lungenkrebs
    • Schilddrüsenkrebs
  •  Pneumologische Erkrankungen
    • Lungenentzündungen
    • Pneumothorax
    • maligner Pleuraerguss
    • Bronchitis
    • chronische Atemwegserkrankungen
    • nicht invasive Beatmungsformen
  •  Nephrologische Erkrankungen und Problemstellungen
    • Diagnostik und Therapie von chronischen Nierenerkrankungen 
    • Einleitung und Durchführung von Hämodialysebehandlungen, Peritonealdialyseverfahren
    • konsiliarische nephrologische Betreuung von Patienten mit Nierenerkrankungen in anderen Abteilungen
    • Shuntanlagen
    • Kooperation mit dem MVZ Nephrocare in Pirmasens

Chefarzt Dr. med. Cornelius MoserChefarzt Dr. med. Cornelius Moser
Gastroenterologe, Endokrinologe und Diabetologe

 

 


Weiterbildungsermächtigungen

  • Volle Weiterbildungsermächtigung Innere Medizin Schwerpunkt Gastroenterologie,  36 Monate
  • Weiterbildungsermächtigung Innere Medizin und Allgemeinmedizin gemäß Weiterbildungsordnung 2006,  24 Monate.
  • Volle Weiterbildungsermächtigung Innere Medizin
  • Volle Weiterbildungsermächtigung für die Zusatzweiterbildung Diabetologie, 18 Monate

Leitender Oberarzt Dr. med. Michael MullenLeitender Oberarzt Dr. med. Michael Mullen
Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologe, Diabetologe, Notfallmedizin

 

 

Oberärztin Dr. med. Michaela Bortscheller-KellerOberärztin Dr. med. Michaela Bortscheller-Keller
Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie, Hypertensiologie

 

 

Oberarzt Jörn BräckleinOberarzt Jörn Bräcklein
Facharzt für Innere Medizin

 



Birgit VesperOberärztin Birgit Vesper
Fachärztin für Innere Medizin

Neben der durchgängig ansprechbaren Notfall-Ambulanz bietet die Klinik für Gastroenterologie folgende Sprechstunden an:

Gastroenterologische Privatsprechstunde
nach Vereinbarung

Indikationssprechstunde (Planung endoskopischer Eingriffe etc.)
nach Vereinbarung

Zur optimalen Betreuung der Patienten arbeitet die Klinik für Gastroenterologie zur Vorsorge, Diagnose und Therapie fallbezogen im Verbund mit spezialisierten Kooperationspartnern zusammen. Dazu gehören unter anderem:

Darmzentrum Pirmasens

Zur Website: www.darmzentrum-pirmasens.de

MVZ Nephrocare in Pirmasens
Zur Website: www.dialyse-ps.de

Dr. med. Burkhard Scheuer, Internistische Onkologie in Pirmasens
Bitscher Straße 3
66955 Pirmasens

Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern

  • Institut für Pathologie, Prof. Dr. Uwe Ramp
  • Klinik für Strahlentherapie, Dr. med. Eveline Marasas

Zur Website: www.westpfalz-klinikum.de

Ambulante EndoskopieDie Endoskopie bietet umfangreiche Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie. Sie ist zudem schonend für den Patienten, deutlich weniger unangenehm als vielfach gedacht, zudem weitestgehend unproblematisch und risikoarm. Die Magenspiegelung ist neben der Darmspiegelung in einer ganzen Reihe verschiedener endoskopischer Möglichkeiten die häufigste ambulant durchgeführte Untersuchung.

Ambulante Untersuchungstermine werden beispielsweise auf Überweisung endoskopisch tätiger Ärzte über das Sekretariat der Klinik für Gastroenterologie mit dem Patienten vereinbart. Im Vorfeld der Untersuchungen finden regelmäßig umfassende Aufklärungsgespräche statt, um unter anderem zu besprechen, woran im Hinblick auf Medikamente und Ernährung im Vorfeld der Behandlung zu denken ist. Alle vorbereitenden Maßnahmen zielen darauf, die Untersuchung für die Patienten sicher und möglichst angenehm zu gestalten, aber gerade auch die Ergebnisse aussagekräftiger zu machen.

Im Vorfeld der Untersuchung besprechen Arzt und Patient, ob eine (meist sinnvolle) Kurznarkose gewünscht oder erforderlich ist. In diesem Fall sollte unbedingt eine Begleitperson organisiert werden, die den Patienten nach der Untersuchung abholt, zumal man am Untersuchungstag keinesfalls mehr ein Fahrzeug lenken darf. Alle sedierten ambulanten Patienten werden nach dem Eingriff in einem Aufwachraum betreut, vom Fachpersonal medizinisch versorgt und entsprechend überwacht.

Die stationären Behandlungen in der Klinik für Gastroenterologie finden im Regelfall nach einer ärztlichen Einweisung statt. Dabei erfolgt die telefonische Anmeldung durch Patienten oder den einweisenden Arzt über das Sekretariat. Notfälle werden selbstverständlich rund um die Uhr über die Ambulanz aufgenommen.

Folgende Dinge sind möglichst mitzubringen:

  • Krankenkassen-Chipkarte oder Kostenübernahmeerklärung der privaten Krankenversicherung
  • Befreiungsausweis von Zuzahlungen sowie Quittungen bereits geleisteter Zuzahlungen
  • Personalausweis
  • Einweisungsschein des Arztes


Bereits für das ärztliche Gespräch und die Aufnahmeuntersuchung sollten (soweit vorhanden) vorliegen:

  • kürzliche Befunde von Untersuchungen oder auch Röntgenbilder
  • ärztliche Informationen, Arztbriefe zu früheren Krankenhausaufenthalten sowie Vorerkrankungen und Operationen
  • Impfausweis und Notfallpass
  • Übersicht regelmäßig einzunehmender Medikamente

Alle niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen sind, ggfs. auch ohne Anmeldung, zu folgenden der Ärztekammer RLP zertifizieren Fortbildungen herzlich eingeladen:

 

Hier finden Sie den aktuellen Fortbildungsplan als PDF

Kontakt zu den Ärzten

Chefarzt Dr. med. Cornelius MoserChefarzt:
Dr. med. Cornelius Moser

Telefon:
06331/714-1401
dr.moser@kh-pirmasens.de

Leitender Oberarzt Dr. med. Michael MullenLeitender Oberarzt:
Dr. med. Michael Mullen
Gastroenterologe, Diabetologe

Telefon:
06331/714-1401
dr.mullen@kh-pirmasens.de

Kontakt in die Klinik

Sekretariat Romy MüllerSekretariat:
Romy Müller

Telefon:
06331/714-1401
Telefax:
06331/714-1403
inmed@kh-pirmasens.de

Anmeldung zur Endoskopie (ambulante Termine)
Telefon: 06331/714-1401

Anmeldung zur Diabetesberatung
Telefon: 06331/714-1409