Zentrale Notfallaufnahme (ZNA)

Die auch als Ambulanz bezeichnete Zentrale Notaufnahme (ZNA) des Städtischen Krankenhauses ist erste Anlaufstelle für alle Notfallpatienten. Sie befindet sich im unmittelbaren Eingangsbereich.

In der ZNA werden Patienten nach Unfällen und plötzlich auftretenden Krankheiten möglichst schnell versorgt.

 

Das Behandlungsspektrum umfasst:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Erkrankungen der inneren Organe
  • Chirurgische und urologische Erkrankungen
  • Behandlung von Unfällen und Verletzungen des Bewegungsapparates
  • Frauen- und kinderärztliche Erkrankungen
  • Neurologische und psychiatrische Erkrankungen

Behandelt werden in der ZNA jährlich etwa 20.000 Patienten. Das entspricht mehr als 50 Patienten pro Tag. Dabei werden die Patienten nicht nach dem Zeitpunkt ihres Eintreffens, sondern nach der Schwere und damit Dringlichkeit ihrer Erkrankung behandelt.

Diese Dringlichkeit wird nach dem zertifizierten Manchester-Triage-System eingeschätzt. Das System unterscheidet fünf Dringlichkeitsgrade, die sich vom sofortigen Behandlungsbeginn bis zu einer zumutbaren Wartezeit von zwei Stunden bis zum ärztlichen Erstkontakt erstrecken. Bei Überlastung der Zentralen Notaufnahme können sich die Wartezeiten verlängern und eine pflegerische Zweiteinschätzung notwendig werden.

Die zentrale Notaufnahme verfügt über 15 Behandlungsplätze, davon 14 für liegende Patienten. Hier werden neben der Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und eines körperlichen Befunds viele apparative Untersuchungen durchgeführt.

Dazu können unter anderem Blutdruck-, Puls-und Temperaturmessung gehören, ferner Elektrokardiogramm, Blut-und weitere Laboruntersuchungen. Möglich sind zudem Ultraschalluntersuchungen von Brustkorb, Bauchraum, Gefäßen, Gelenken und Bewegungsapparat sowie Röntgenbilder.

Es ist wichtig, die Ruhe zu bewahren, um so die Fragen der Zentralen Leitstelle beantworten zu können:

WER ruft an?

WAS ist passiert?

WO ist es passiert?

WIE VIELE Verletzte gibt es?

WARTEN auf Rückfragen –nicht gleich auflegen!

Erst wenn die Leitstelle bestätigt hat, dass sie über alle notwendigen Informationen verfügt, darf das Gespräch beendet werden. Im Anschluss sind bis zum Eintreffen des Notarztes die Erste-Hilfe-Maßnahmen einzuleiten.

Falls vorhanden, sollte auch gleich die Versichertenkarte bereitgehalten werden.

Keinesfalls sollte man den Notfallpatienten selbst ins Krankenhaus transportieren, da während der Fahrt die Gefahr weiterer gesundheitlicher Komplikationen besteht. Dagegen kann im professionellen Rettungsdienst bereits eine erste Diagnostik erfolgen und das Krankenhaus per Funk gezielt vorinformiert werden.

Großgeschrieben wird auch die unkomplizierte Kommunikation mit den einweisenden Fachärzten vor, während und nach den Behandlungen. Dahinter steht die Erfahrung, dass die nachhaltigen Erfolgsaussichten steigen, wenn alle Beteiligten ganzheitlich an der Gesundung der Patienten mitwirken.

Zentrale Notrufnummer

112

Notfall?

Schnelles und überlegtes Handeln kann Leben retten. Daher in einem Notfall, egal welcher Art, unbedingt immer die zentrale Notrufnummer 112 wählen!

Von dort aus werden der Notarzt sowie gegebenenfalls die Feuerwehr ausgelöst.

WER ruft an?
WAS ist passiert?
WO ist es passiert?
WIE VIELE Verletzte gibt es?
WARTEN auf Rückfragen – nicht gleich auflegen!

Meine Fragen an den Ärztlichen Leiter der ZNA

Max-Peter Weber

 

Telefon 06331/714-2619
Telefax 06331/714-2660
E-Mail: ambulanz@kh-pirmasens.de