Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

„Frauenleiden: Schon das Wort zeigt, dass die medizinische Fachrichtung der Gynäkologie noch immer mit Tabus belegt ist. Diesem Umstand wirken unsere Fachärzte und Pflegekräfte durch eine offene Aufklärung entgegen.“
(Chefarzt PD Dr. med. Dieter Mink)

Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe deckt das gesamte Spektrum der Gynäkologie und Geburtshilfe auf hohem Niveau ab. Dabei umfassen die Zielsetzungen folgende vier Schwerpunkte:

  • Neue diagnostische und therapeutische Maßnahmen werden kritisch geprüft und bei positiver Beurteilung rasch in das Leistungsspektrum der Klinik integriert.
  • Neben dem operativen Spektrum haben auch konservative Therapieverfahren hohe Prioriät. In Zusammenarbeit mit den behandelnden Frauenärzten in den Praxen ist es das Ziel, auch Alternativen zur Operation aufzuzeigen.
  • Neben einem optimalen und modernen medizinischen Angebot sind insbesondere die menschliche Zuwendung und die psychosoziale Betreuung der Patientinnen wichtig.
  • Die enge Zusammenarbeit mit den anderen hoch qualifizierten Kliniken im Städtischen Krankenhaus stellt optimale Ergebnisse auch in komplexen interdisziplinären Fragestellungen sicher.

Kreissaal

Das Leistungsspektrum der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe reicht von der Geburtshilfe im Perinatalzentrum bis hin zum gesamten Spektrum gynäkologischer Behandlungen.

Gynäkologie

  • Abklärung von Brustveränderungen gemeinsam mit Radiologie und Pathologie, minimal-invasive Entnahme von Gewebeproben
  • alle Operationen bei gut- und bösartigen Brusterkrankungen unter Beachtung onkoplastischer Prinzipien, Brustrekonstuktion gemeinsam mit der Klinik für Plastische Chirurgie
  • Abklärung von unklaren Zellabstrichen oder Gewebeveränderungen mittels Videokolposkopie, molekularbiologischen Untersuchungen, Probenentnahme
  • Gewebsentnahme am Gebärmutterhals unter kolposkopischer Sicht (VITOM)
  • ambulante oder stationäre Durchführung von sogenannten „kleinen“ gynäkologischen Eingriffen wie Ausschabungen, Bauchspiegelungen etc.
  • Abklärung und Behandlung von Inkontinenz oder Beckenbodensenkung mittels Beckenboden-Ultraschall und Urodynamik
  • differenzierte Korrektureingriffe bei Inkontinenz oder Beckenbodensenkung auch mit Erhaltung der Gebärmutter mit körpereigenem Gewebe oder unter Verwendung von Bändern und Netzen
  • Operationen an den Eierstöcken oder bei Myomen, fast ausschließlich mit Hilfe minimal-invasiver OP-Techniken laparaskopisch oder hysteroskopisch
  • Entfernung der Gebärmutter, fast immer minimal-invasiv von der Scheide aus oder laparaskopisch (LASH oder TLH)
  • Eingriffe bei bösartigen Veränderungen an Gebärmutter, Eierstöcken oder äußeren Geschlechtorganen, soweit möglich minimal-invasiv

Geburtshilfe im Perinatalzentrum

  • pränatale Diagnostik
  • Farb-Doppler-Sonographie
  • 3D- und 4D-Ultraschall
  • Betreuung von Risikoschwangerschaften
  • stationäre Behandlung bei Erkrankungen in der Schwangerschaft
  • 24h-Präsenz von Geburtshelfer, Hebamme, Kinderarzt, Anästhesie und OP-Team
  • integrierte Wochenbettstation mit intensiver Stillförderung

Chefarzt PD Dr. med. Dieter MinkChefarzt PD Dr. med. Dieter Mink
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin
Spezielle Operative Gynäkologie/Gynäkologische Onkologie
Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin
Senior-Mammaoperateur gemäß DKG/DGS


Weiterbildungsermächtigungen:

  • Volle Weiterbildungsermächtigung für Frauenheilkunde 60 Monate


Leitende Oberärztin Dipl. med. Marion BaudisLeitende Oberärztin Dipl. med. Marion Baudis
Urodynamik, Inkontinenzoperation
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe

 



Oberärztin Marlene HuangOberärztin Marlene Huang

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

PerinatalzentrumIm Perinatalzentrum werden gemeinsam mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin alle Entbindungen ab der 32. Schwangerschaftswoche beziehungsweise ab einem Gewicht des Kindes von 1.500 Gramm betreut. Dabei gewährleisten die eingesetzten Beleghebammen einer großen Gemeinschaftspraxis die individuelle und persönliche Betreuung aller Schwangeren. Sie stellen gleichzeitig die im Perinatalzentrum unbedingt erforderliche 24-stündige Anwesenheit von Hebammen in Kreißsaal sicher.

Die Hebammenpraxis unterstützt die werdenden Eltern bereits im Vorfeld mit einer Vielzahl von Geburtsvorbereitungskursen und stellt auch im Wochenbett eine lückenlose, intensive Betreuung sicher. Ein ansprechend gestalteter Kreißsaalbereich mit Familienzimmer, Entbindungswannen und allen Einrichtungen zur Wahl einer individuellen Geburtsposition gewährleistet eine private und ruhige Atmosphäre für das Erlebnis der Geburt. Gleichzeitig besteht immer die Möglichkeit, bei auftretenden Problemen unverzüglich eingreifen zu können.

Nur wenige Schritte von der Wochenbettstation, auf demselben Stockwerk, liegt die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Hier befindet sich eine modern eingerichtete Frühgeborenen-Intensivstation mit erfahrenen Ärzten, die auf die Versorgung von Neu- und Frühgeborenen spezialisiert sind.

Auf der geburtshilflichen Station gibt es ausschließlich Ein- und Zweibettzimmer. Das Angebot teilweise hotelähnlich eingerichteter Familienzimmer, die auch den frischgebackenen Vätern offenstehen, wird oft und gern genutzt.

Ziel des Hebammenkreißsaals ist es, die physiologische Geburt sowie die Selbstbestimmung der Frau zu fördern und die Eins-zu-eins Betreuung zwischen Hebamme und Frau unter der Geburt umzusetzen. Wenn es wider Erwarten doch zu Komplikationen kommen sollte, kann ein Arzt hinzugerufen werden.

Das Konzept des Hebammenkreißsaals ersetzt nicht den ärztlich geleiteten Standardkreißsaal. Es handelt sich um ein zusätzliches Versorgungskonzept im Krankenhaus mit dem  Hauptunterschied, dass die Betreuung durch die Hebamme erfolgt.

Damit entspricht es dem vielfachen Wunsch, in möglichst privater Atmosphäre und ohne den anonymen Betrieb eines Krankenhauses zu entbinden. Gleichzeitig ist jedoch die lückenlos hohe Sicherheit eines vollausgestatteten Krankenhauses für Mutter und Kind gegeben ‒ inklusive eines 24h-verfügbaren OP-Teams und Perinatalzentrums.

Die Hebamme begleitet hier die Schwangere über einen längeren Zeitraum, so dass ein vertrauensvolles Verhältnis besser aufgebaut werden kann. Bei der Geburt ist sie dann ausschließlich für die betreute Frau da und kann sich voll und ganz auf sie konzentrieren.
 
Voraussetzungen für die Hebammen-geleitete Geburt sind:

  • unauffälliger Schwangerschaftsverlauf
  • Geburt ab der 37. Schwangerschaftswoche
  • Anmeldung zwischen der 25. und 37. Schwangerschaftswoche

HebammenkreißsaalKooperationspartner für das Angebot der Hebammen-geleiteten Entbindung im Städtischen Krankenhaus Pirmasens ist das „Hebammenhaus Plus Gesundheitspflege“. Bereits seit langen Jahren gibt es eine sehr enge Zusammenarbeit mit dem Team des Hebammenhauses in der Belegpraxis. 

Zur Website: www.hebammen-pirmasens.de

Das Brustzentrum ermöglicht die bestmögliche Abklärung und Therapie von gut- und bösartigen Veränderungen der Brust. Dafür arbeiten viele Fachgruppen eng und strukturiert zusammen. Die meisten dieser Fachrichtungen sind vor Ort vertreten, mit anderen bestehen feste Kooperationen. Die wesentlichen Fachrichtungen sind:

  •  Gynäkologie: Leitung des Brustzentrums mit Koordination von Diagnostik und Therapie, Ultraschalldiagnostik, Gewebeentnahmen, operative Therapie, Versorgung während des stationären Aufenthalts
  • Röntgendiagnostik (Röntgenabteilung und radiologische Praxis): Untersuchung der Brust mittels Mammographie, Ultraschall und Kernspintomographie, Gewebeentnahmen, Markierung von nicht tastbaren oder im Ultraschall darstellbaren Veränderungen unter Röntgenkontrolle und natürlich die sonographische oder radiologische Diagnostik aller anderen Organe. Hier erfolgen auch so genannte nuklearmedizinische Untersuchungen, die beispielsweise zur Darstellung des Wächter-Lymphknotens erforderlich sind. Bei den wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenzen werden prä- und postoperativ alle relevanten Röntgen- oder Ultraschall-Bilder gemeinsam mit den Radiologen aus Praxis und Klinik analysiert.
  • Mammographie-Screening: Eines der Screening-Zentren des Mammographie-Screenings Pfalz ist im Städtischen Krankenhaus Pirmasens angesiedelt, einer unserer Brustoperateure nimmt an den wöchentlich stattfindenden Screening-Konferenzen teil. Hier werden alle pathologischen Befunde besprochen und das weitere Vorgehen festgelegt.
  • Medikamentöse Tumortherapie (Praxen Dr. Holländer und Dr. Scheuer): Hormonelle, chemotherapeutische oder immunologische Therapie bei Brustkrebserkrankungen. Alle Therapieschritte werden in gemeinsamen, wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenzen in Absprache aller Fachrichtungen festgelegt. Sofern Behandlungen stationär durchgeführt werden müssen, erfolgen diese in enger Absprache mit den behandelnden Onkologen auf der gynäkologischen Station.
  • Strahlentherapie: Mit den strahlentherapeutischen Abteilungen im Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern und in den Universitätskliniken des Saarlandes in Homburg bestehen Kooperationen. Zudem nimmt ein Strahlentherapeut regelmäßig an den wöchentlichen Tumorkonferenzen teil.
  • Pathologie (Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern): Die Pathologen führen die gesamte feingewebliche Diagnostik an Gewebeproben und Operationspräparaten noch während oder im Anschluss an die Operation durch. Auch die wichtigen Spezialuntersuchungen am Tumorgewebe, die die Grundlage einer individuellen Therapie sind, erfolgen in der Pathologie. Ein Pathologe nimmt regelmäßig an der wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenz teil.
  • Plastische Chirurgie (Chefärztin Dr. med. Ute Deubel): Brustrekonstruktionen mit Implantaten oder körpereigenem Gewebe vom Rücken oder Bauch werden stets gemeinsam mit den plastischen Chirurgen geplant und durchgeführt.
  • Onkologische Pflege: Alle Patientinnen mit bösartigen Erkrankungen werden – begleitend zur pflegerischen und ärztlichen Versorgung auf der Station – von einer onkologischen Fachpflegekraft betreut.


Psychosoziale Versorgung:  Der hausinterne Sozialdienst kümmert sich um individuelle Versorgungsfragen und Rehabilitationsmaßnahmen.  Des Weiteren werden alle Patientinnen von einer auf Tumorerkrankungen spezialisierten Psychologin (Kooperation mit der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz) kontaktiert und bei Bedarf intensiv betreut. 

Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe veranstaltet jeden ersten und dritten Dienstag im Monat ab 19 Uhr eine Informationsveranstaltung für werdende Eltern. Hier informieren Hebammen, Geburtshelfer und Kinderärzte gemeinsam über die Angebote und Möglichkeiten des eigenen Perinatalzentrums. Im Anschluss erfolgt in kleinen Gruppen eine Führung durch die Kreißsäle und die geburtshilfliche Station.

Im Rahmen des „Fördervereins Patientenforum“ finden zudem regelmäßig auch öffentliche Vorträge zu aktuellen Themen aus Frauenheilkunde und Geburtshilfe statt.

Kontakt zu den Ärzten

Chefarzt PD Dr. med. Dieter MinkChefarzt:
PD Dr. med. Dieter Mink

Telefon: 06331/714-1301
Gyn@kh-pirmasens.de

Leitende Oberärztin Dipl. med. Marion BaudisLeitende Oberärztin:
Dipl. med. Marion Baudis

Telefon:
06331/714-1301
Gyn@kh-pirmasens.de

Oberärztin: Marlene Huang

Kontakt in die Klinik

Friedlinde LüdeckeSekretariat:
Friedlinde Lüdecke

Telefon:
06331/714-1301
Gyn@kh-pirmasens.de

Kreißsaal Telefon: 06331/714-1306

Kreißsaal- und Stationsführung an
jedem ersten und dritten Dienstag im Monat
Telefon: 06331/714-1306
 
Anmeldung zur „Blasen-Sprechstunde",
jeweils donnerstags von 9-12 Uhr
Telefon: 06331/714-1301
 
Hebammen-Praxis Hebammenhaus
„Plus Gesundheitspflege"
Tel. 06331/2890277