Erste Kaisergeburt im Städtischen Krankenhaus

Schöne Premiere im Städtischen Krankenhaus: Am 8. April 2026 ist dort erstmals eine sogenannte Kaisergeburt durchgeführt worden. Nils kam mit 3.350 Gramm und 50 Zentimetern gesund zur Welt. Seine Eltern hatten sich nach ausführlichen Gesprächen mit den Hebammen und im Geburtsvorbereitungsgespräch bewusst für diese besondere Form des Kaiserschnitts entschieden.

Bei einer Kaisergeburt wird der sterile Sichtschutz zwischen Mutter und Bauch kurz vor der Geburt des Kindes zur Seite geschoben, damit die Eltern mitverfolgen können, wie ihr Baby aus dem Bauch gehoben wird. So erleben sie den Moment des Herausholens ganz bewusst mit und können möglichst früh Haut‑zu‑Haut‑Kontakt aufnehmen.

Für die Mutter hat sich die Geburt trotz des operativen Eingriffs sehr nah und persönlich angefühlt – fast wie eine natürliche Geburt. Auch der Vater zog ein durchweg positives Fazit: Die Stimmung im OP‑Saal sei entspannt gewesen, und er habe jederzeit das Gefühl gehabt, dass alle Beteiligten die Situation sicher und souverän im Griff hatten.

Gerald Staudenmaier, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, hat die Kaisergeburt in Pirmasens eingeführt. Er betont den freiwilligen Charakter dieses Geburtsmodells. Ziel sei es, den intensiven emotionalen Haut‑zu‑Haut‑Kontakt zwischen Neugeborenem und Eltern – das sogenannte Bonding – sowie die Familiennähe in den Mittelpunkt zu stellen. Bei dieser Form der Entbindung steht die Familie klar im Zentrum.

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