Klinik für Urologie und Kinderurologie

„Die Behandlungen urologischer Erkrankungen werden immer spezieller, die Zugangswege immer minimaler, die Patienten aber aufgrund der demografischen Entwicklung auch zunehmend älter und kränker. Ihr Wohl und ihre Zufriedenheit sind stets unsere wichtigsten Ziele."
(Chefärzte Dr. med. Manfred Wachter und Dr. med. Rolf Bächle)

Die Urologie befasst sich mit der Vorsorge, Therapie und Nachsorge sämtlicher Erkrankungen der ableitenden Harnwege (Niere, Harnleiter, Blase und Harnröhre) bei Frauen, Männern und Kindern wie auch der männlichen Geschlechtsorgane (Penis, Hoden, Prostata).

Die Klinik für Urologie behandelt alle Infektionen und Tumorerkrankungen der benannten Organe, alle Formen von Harnsteinleiden sowie angeborene und erworbene Veränderungen des Urogenitaltrakts bei Erwachsenen und Kindern. Hinzu kommen Harninkontinenz bei Frauen und Männern genauso wie Potenz-, Hormon- und Fruchtbarkeitsstörungen.

Das Therapieren von Senkungsproblemen und -beschwerden der Frauen erfolgt jeweils fachübergreifend und in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Die operative Therapie wird offen, soweit möglich laparoskopisch und endoskopisch (minimal-invasiv) durchgeführt.

Urologie und Kinderurologie

Nicht nur die älteren Menschen zählen zu den Patienten der Klinik für Urologie. Auch bei Neugeborenen und Kleinkindern werden in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin beispielsweise Fehlbildungen an den Zeugungsorganen und Harnwegen behandelt.

Im Sinne eines gut funktionierenden Miteinanders aller medizinischen Disziplinen greifen Gynäkologie, Chirurgie und Innere Medizin am Städtischen Krankenhaus Pirmasens auf urologisches Fachwissen zurück. Zu unserem Konzept einer urologischen Therapie der kurzen Wege gehört des Weiteren die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen und dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) des Städtischen Krankenhauses Pirmasens.

Zum Leistungsangebot zählen nahezu alle endoskopischen sowie offenen Operationen der Erwachsenen- und Kinderurologie. Das betrifft unter anderem die gesamte Tumorchirurgie, insbesondere die radikale Entfernung der Prostata bei Prostatakrebs (in ausgewählten Fällen auch nervschonend) und sämtliche Formen der Harnableitung bei Blasenkrebs inklusive Einsatzblase und Pouch.

Ebenso etabliert sind:

  • laparoskopische/endoskopische Operationstechnik sowohl bei gutartigen als auch bei bösartigen Erkrankungen
  • interventionelle Therapie
  • Anti-Inkontinenzbehandlung
  • urologische Prothetik
  • Steintherapie inklusive Laserlithotripsie

Im RahmUrologie und Kinderurologieen der besonderen Versorgungsschwerpunkte in der urologischen Onkologie wird die komplette Tumorchirurgie angeboten. Dazu gehören die (in bestimmten Fällen auch potenzerhaltende) radikale konventionelle oder laparoskopische Entfernung der Prostata bei Prostatakrebs (EERPE) oder auch der Blasenersatz in Fällen von Blasenkrebs bei beiderlei Geschlechtern. Hinzu kommen nierenerhaltende Tumorchirurgie und die medikamentöse Tumortherapie.

Im Bereich der Harninkontinenz und Urogynäkologie findet eine fundierte Abklärung am urodynamischen Messplatz statt. Therapeutisch kommen je nach Befundlage TVT (Tension Free Vaginal Tape = Vaginalband), TOB (transobturatorisches Band), Minischlinge, Botox sowie offene Operationen zur Anwendung.

In der urologischen Andrologie inklusive Prothetik geht es um eine differenzierte Diagnostik und Therapie, unter anderem zu Themen wie Sphinkterprothese und Schwellkörperprothese.

Die Kinderurologie behandelt in Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin die häufigsten angeborenen oder auch erworbenen Erkrankungen des Genitales oder des Harntraktes.

Chefarzt Dr. med. Rolf BächleChefarzt Dr. med. Rolf Bächle
Arzt für Urologie, Medikamentöse Tumortherapie und Andrologie

 

 

Chefarzt Dr. med. Manfred WachterChefarzt Dr. med. Manfred Wachter
Arzt für Urologie und Medikamentöse Tumortherapie

 

 

 

Dr. Beate JüptnerDr. Beate Jüptner
Fachärztin für Urologie

Bei Harnsteinen handelt es sich um Ablagerungen, die in der Niere aus Kristallen entstehen. Sie können im gesamten Harntrakt vorkommen und zwar als Nieren-, Harnleiter- oder Blasensteine. Während die Nieren- und Harnleitersteine meist auf Ernährungsgewohnheiten oder Stoffwechselstörungen zurückzuführen sind, treten Blasensteine in aller Regel bei Störungen der Blasenentleerung auf mit guten Behandlungsmöglichkeiten.

Falsche Ernährung, Übergewicht und zu geringe Trinkmengen, Harnwegsentzündungen sowie Stoffwechselstörungen, Abflussbehinderungen der ableitenden Harnwege oder angeborene Erkrankungen: Die Bildung von Harnsteinen kann verschiedene Ursachen haben. Manchmal genügen schon eine medikamentöse Unterstützung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr, damit die Harnsteine ausgeschieden werden können. Die weiteren Therapiemöglichkeiten reichen vom Auflösen der Steine durch Medikamente (Chemolitholyse) über Zertrümmern von außen durch konzentrierte Energiewellen (Extrakorporale Stoßwellen-Lithotripsie) oder endoskopisch (Ureterorenoskopie/URS) bis zur Perkutanen Nephrolitholapaxie. Dabei wird von der Körperaußenseite mit Hilfe einer Punktionsnadel ein dünner Kanal bis zur Niere angelegt, über den Harnsteine in der Niere zertrümmert und entfernt werden können.

Als klassische Männerarzt-Domäne therapiert die Andrologie die spezifischen Erkrankungen des Mannes, die seine Sexualfunktionen betreffen. Dazu gehören Probleme mit der Zeugungsfähigkeit (Fertilitätsstörungen) genauso wie Potenzstörungen (Impotenz) oder sonstige Sexualstörungen. Hinzu kommen Hormonstörungen des alternden Mannes, die Sterilisation nebst ihrer als Refertilisierung bezeichnete Umkehr und gegebenenfalls die Implantation einer Schwellkörperprothese.

Die Kinderurologie beschäftigt sich mit der Diagnose und der Behandlung einschlägiger Probleme, die bei Kindern von der Geburt bis zum Erwachsenenalter auftreten. Schwerpunkte sind unter anderem die Behandlung angeborener Erkrankungen wie Hodenhochstand und verschiedene Formen einer Harnabflussstörung, weiterhin Korrekturoperationen bei Hypospadie, Penisbegradigungen, Vorhautkorrekturen oder auch die Beseitigung von Verengungen des Harnröhrenausgangs. Hinzu kommt das weite Feld von funktionellen oder neurogenen Blasenentleerungsstörungen.

Im Rahmen der Kontinenztherapie werden sowohl die konservative (nicht operative) Therapie als auch die operative Intervention angeboten. Das können bei Frauen offene oder auch vaginale Operationen wie zum Beispiel TVT (Tension Free Vaginal Tape = Vaginalband), TOB (transobturatorisches Band) und Minischlingen sowie bei Senkungsbeschwerden und Komplikationen auch Beckenbodenrekonstruktion (mit und ohne Fremdmaterial) sein; diese werden in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe durchgeführt. Bei Männern kommen adäquate Bandimplantationen und auch Schließmuskelprothesen zum Einsatz, bei beiden Geschlechtern die operative Botoxtherapie der Blase.

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Dr. med. Rolf Bächle
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Chefärzte Dr. med. Rolf Bächle und Dr. med. Manfred Wachter

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