Klinik für Kardiologie

„Das Vertrauen unserer Patienten, das Wissen um die eigenen Fähigkeiten und die Gewissheit, einem kranken Menschen durch ein starkes, funktionierendes Herz zu neuer Lebensqualität zu helfen, sind die Quellen der Kraft unserer täglichen Arbeit.“
(Chefarzt Dr. med. Benno Hennen)

Die Kardiologische Klinik beschäftigt sich mit der Diagnostik und Therapie aller Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Dazu zählen beispielsweise Durchblutungsstörungen wie der Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, Erkrankungen der Herzkranzgefäße genauso wie der Herzinfarkt. Insbesondere im Zusammenhang mit Herzrhythmusstörungen (Stichwort: Vorhofflimmern) gehört auch der Schlaganfall in enger Abstimmung mit der Neurologie zur Aufgabenstellung der Kardiologen.

Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems gehören in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Eine der wichtigsten kardiologischen Aufgaben ist es, bei einer akuten Durchblutungsstörung des Herzens oder Gehirns umgehend die entsprechenden Maßnahmen einzuleiten, um die Blutversorgung der Organe wiederherzustellen und so dauerhaften Schaden für die Gesundheit abzuwenden oder zumindest zu minimieren.

Kardiologie

Die Klinik für Kardiologie des Städtischen Krankenhauses Pirmasens verfügt über einen modernen Linksherzkatheter-Messplatz mit 24-stündiger Einsatzbereitschaft und eine Schlaganfalleinheit (Stroke Unit). Deren wichtigste Aufgabe ist es, bei Patienten mit akuter Durchblutungsstörung des Herzens oder Gehirns umgehend die notwendigen Maßnahmen einzuleiten, um die Blutversorgung der Organe wiederherzustellen und so dauerhaften Schaden für die Gesundheit abzuwenden oder weitestgehend zu minimieren.

Neben VerenguKardiologiengen der Herzkranzgefäße werden im Herzkatheterlabor auch Stenosen (Engstellen) anderer Arterien behandelt. Das können beispielsweise die Halsschlagadern sein, wenn sie ursächlich für Durchblutungsstörungen des Gehirns sind, oder die Nierenschlagadern, wodurch oft die Nierenfunktion erhalten und die Blutdruckeinstellung erleichtert werden kann.

Zu den praktizierten interventionellen therapeutischen Möglichkeiten zählen der Verschluss von Defekten der Herzscheidewände und angeborene Gefäßmissbildungen, die Aufdehnung verengter Klappen und die Verkleinerung eines krankhaft verdickten Herzmuskels.

Unsere Schrittmacherabteilung bietet modernste leitliniengerechte Therapien zur Behandlung schneller und langsamer Herzrhythmusstörungen, mit dem Ziel einer Verbesserung der Auswurfleistung des Herzens. Bei allen Eingriffen wird größter Wert gelegt auf eine verständliche Aufklärung des Patienten und eine enge Zusammenarbeit mit den zuweisenden Ärzten.

Zum Angebot der Kardiologischen Klinik gehören unter anderem:

  • diagnostischer Linksherzkatheter zur Beurteilung der Herzkranzgefäße und der Pumpleistung des Herzens
  • Rechtsherzkatheter in Ruhe und unter Belastung, zum Beispiel zur Abklärung der hämodynamischen Bedeutung von Klappenfehlern
  • PCI (percutane Coronarintervention) – Ballon-Aufweitung einer Verengung von Herzkranzgefäßen, gegebenenfalls mit nachfolgender Implantation von Gefäßstützen (Stents) modernster Technologie
  • IABP (intraaortale Ballonpumpe) als mechanische Herzkreislaufunterstützung, zum Beispiel bei akutem Herzinfarkt mit kardiogenem Schock
  • PTA (percutane transluminale Angioplastie) – Ballon-Aufweitung und Stent-Versorgung von Engstellen anderer Blutgefäße, zum Beispiel Halsschlagadern und Nierenarterien
  • Valvuloplastie –Aufdehnung angeborener oder erworbener Verengungen von Herzklappen
  • Verschluss angeborener oder erworbener Defekte der Scheidewand zwischen den Vorkammern (PFO/ASD) oder den Hauptkammern (VSD) des Herzens durch Implantation von Schirmsystemen
  • interventioneller Herzohrverschluss bei Vorhofflimmern (führend in Deutschland)
  • Nierenarterienablation und renale Denervation bei Bluthochdruck
  • Diagnostik und gegebenenfalls Therapie anderer angeborener Fehler im Herzkreislaufsystem, zum Beispiel Verschluss von Gefäßmissbildungen der Lungenstrombahn
  • Alkohol-Septumablation zur Behandlung der hypertroph obstruktiven Kardiomyopathie
  • Implantation von Herzschrittmachern und ICD (Defibrillator) zur Behandlung langsamer und schneller Herzrhythmusstörungen und zur kardialen Resynchronisation mittels biventrikulärer Stimulation
  • im nichtinvasiven Bereich: umfassendes Spektrum von Untersuchungen zur myokardialen Ischämiediagnostik, der Abklärung von Herzrhythmusstörungen und anderen Fragestellungen. Für die Akutbehandlung von Schlaganfallpatienten steht eine Stroke Unit zur Verfügung.

Chefarzt Dr. med. Benno HennenChefarzt Dr. med. Benno Hennen
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie





Weiterbildungsbefugnisse

  • Volle Weiterbildungsbefugnis für Innere Medizin
  • Weiterbildungsbefugnis für Kardiologie 24 Monate

Leitender Oberarzt Dr. med. Torsten MarkwirthLeitender Oberarzt Dr. med. Torsten Markwirth
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

 

 

Oberarzt Dr. med. Volker FranzrebOberarzt Dr. med. Volker Franzreb
Facharzt für Innere Medizin

 

 

Oberarzt Dr. med. Thomas NeubergerOberarzt Dr. med. Thomas Neuberger
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

 



Benebamba YannaOberarzt Benebamba Yanna
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

 

 

 

Jedes Jahr werden über 200.000 Menschen in Deutschland Opfer eines Schlaganfalls; rund 70 Prozent davon leiden anschließend unter einer dauerhaften Sprachstörung und etwa ein Viertel ist auf ständige Hilfe angewiesen. Dabei sind auch junge Menschen nicht von diesem Schicksal ausgenommen: Etwa zehn Prozent aller Schlaganfall-Opfer haben das 40. Lebensjahr nicht vollendet. Für über die Hälfte bedeutet der Infarkt das Ende ihres aktiven Berufslebens.

Ob der Hirnschlag in jedem Fall mit einer persönlichen Katastrophe endet, entscheidet sich in den ersten Stunden nach dem Infarkt. Aus Sicht des Mediziners bedeutet die Diagnose einer „zerebralen Ischämie“ nichts anderes, als dass eine Arterie verstopft ist, die das Gehirn normalerweise mit Blut und Sauerstoff versorgt. Rund 80 Prozent aller „Schläge“ fallen unter diese Kategorie, die die Fachärzte der Klinik für Kardiologie am Städtischen Krankenhaus Pirmasens in einer Stroke Unit sicher diagnostizieren und entsprechend behandeln.

Stroke-UnitDas Motto lautet: Je eher der Infarkt erkannt ist, umso größer sind die Chancen des Patienten, sein Leben ohne nennenswerte Einschränkungen fortsetzen zu können. Diese Zusammenfassung gilt auch im Zusammenhang mit der zweiten Art des Hirnschlags – der Folge einer geplatzten Arterie, die der Volksmund unter dem Begriff der „Hirnblutung“ zusammenfasst. Gemeinsam ist beiden Infarkten, dass Nervenzellen im Gehirn durch einen Mangel an Sauerstoff sterben. Grundsätzlich ist dieser Vorgang auch mit einem Herz-Infarkt vergleichbar.

Das lateinische Wort „Infarkt“ beschreibt lediglich das Absterben von lebendigem Gewebe. Im Gegensatz zu einem Herzinfarkt, dem diabetischen Fuß oder ähnlichen Diagnosen, die mit sichtbaren Zeichen und zum Teil großen Schmerzen verbunden sind, trifft der Hirnschlag seine Opfer aber meist unvorbereitet und ohne die üblichen alarmierenden Warnzeichen. Patienten, die die Symptome einer beginnenden Gefäßerkrankung mit einem Schulterzucken abtun, trifft all zu häufig der sprichwörtliche „Schlag aus heiterem Himmel“, dann aber zählt jede Sekunde. Tatsächlich ist jeder Schlaganfall immer ein Notfall.

Neben der durchgängig ansprechbaren Notfall-Ambulanz bietet die Klinik für Kardiologie
folgende Sprechstunden an:

Kardiologische Privatsprechstunde
nach Vereinbarung mit Chefarzt Dr. med. Benno Hennen
über Sekretariat: Britta Hennen
Kardiologie@kh-pirmasens.de
Telefon: 06331/714-1541

Schrittmacher-Ambulanz
nach Vereinbarung mit Oberarzt Dr. med. Volker Franzreb
dr.franzreb@kh-pirmasens.de
Telefon: 06331/714-1430

Die Klinik für Kardiologie ist seit 2009 internationales Ausbildungszentrum für das Implantieren interkonventioneller Vorhofohrverschlüsse. Hintergrund dafür ist, dass die Hersteller solcher Implantate für den Zugang zu der Verschlusstechnologie sowohl theoretische als auch praktische Schulungen zur Qualitätssicherung voraussetzen. Fachärzte des Städtischen Krankenhauses Pirmasens begleiten zudem erste Operationen von Kollegen anderer Einrichtungen auf diesem Gebiet als Proktoren.

Interkonventionelle Vorhofohrverschlüsse mit „Herzohr-Stöpsel“

Bei Patienten mit Vorhofflimmern können sich Thromben im Herzohr bilden, dabei handelt es sich um eine kleine Ausstülpung im linken Vorhof. Diese Blutgerinnsel können in den großen Blutkreislauf gelangen und sind hochgradige Ursache für Schlaganfälle. Da die Verabreichung von Blutgerinnungshemmern als gängige Therapiemaßnahme bei manchen Patienten zu unerwünschten Nebeneffekten führen kann, stellt der interkonventionelle Vorhofohrverschluss eine wichtige Alternative dar. Bei dem diffizilen Eingriff wird per Katheter das Herzohr mit einer Art „Stöpsel“ minimal invasiv und dadurch schonend verschlossen.

Seit 2008 fungiert die Klink für Kardiologie bereits als Ausbildungs- und Schulungseinrichtung für die Behandlung von Defekten der Herzscheidewand.

Zur optimalen Betreuung der Patienten arbeitet die Klinik für Kardiologie zur Vorsorge, Diagnose und Therapie fallbezogen im Verbund mit spezialisierten Kooperationspartnern zusammen. Dazu gehören unter anderem:

Universitätsklinikum des Saarlandes (Homburg)

Klinik für Thorax- und Herz-Gefäßchirurgie, Prof. Dr. med. Hans-Joachim Schäfers
www.uniklinikum-saarland.de

Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern
Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgische Klinik, Prof. Dr. Manfred Dahm
www.westpfalz-klinikum.de

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Zentrum für Innere Medizin, Prof. Dr. Georg Nickenig
www.ukb.uni-bonn.de

Kontakt zu den Ärzten

Chefarzt Dr. med. Benno HennenChefarzt:
Dr. med. Benno Hennen


Telefon:
06331/714-1541
dr.hennen@kh-pirmasens.de

Dr. med. Torsten MarkwirthLeitender Oberarzt:
Dr. med. Torsten Markwirth

Telefon:
06331/714-1541
dr.markwirth@kh-pirmasens.de

Oberarzt Dr. med. Volker Franzreb
kohr@kh-pirmasens.de

Oberarzt Dr. med. Thomas Neuberger
neuberger@kh-pirmasens.de

Oberarzt Benebamba Yanna
benebamba@kh-pirmasens.de

Kontakt in die Klinik

Sekretariat: Britta Hennen
Britta Hennen

Telefon:
06331/714-1541
Telefax:
06331/714-1543
Kardiologie@kh-pirmasens.de

Schrittmacher-Ambulanz
Telefon: 06331/714-1430

Herzkatheter-Labor
Leitung: Patric Pfeifer
Telefon: 06331/714-1451