Städtisches Krankenhaus Pirmasens erhält DHG-Siegel ‘Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie‘

30.6.2020

Hohe Qualität und Kompetenz bei der Versorgung von Hernienpatienten: Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Städtischen Krankenhaus Pirmasens hat von der Deutschen Herniengesellschaft (DHG) das Siegel ‘Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie‘ erhalten. Ausschlaggebend hierfür war die hohe Zahl an erfolgreich durchgeführten Operationen von Eingeweidebrüchen (Hernien) im Jahr 2019. Insgesamt 462 Eingriffe hat das Team von Chefarzt Dr. med. Harald Schultz vorgenommen (nach 358 im Jahr 2018). Den größten Teil bildeten Leistenbruch-OPs (215) sowie Nabel- und Narbenhernien (148), hinzu kamen Operationen am Hiatus (Zwerchfell), Stoma-Hernien, Schenkelhernien sowie im epigastrischen Bereich, also am Oberbauch. Das Alter der Patienten lag dabei zwischen drei und 95 Jahren. Bei 70 Prozent von ihnen erfolgte der Eingriff nach einer Überweisung durch den Hausarzt, die restlichen 30 Prozent waren Notfälle.

Aufgrund einer Corona-bedingten Unterbrechung zwischen Ende März und Mitte Mai verzeichnet das Städtische Krankenhaus Pirmasens für das Jahr 2020 bisher 168 Hernienoperationen. Die wegen der besonderen Umstände zunächst zurückgestellten Eingriffe werden jetzt sukzessive nachgeholt.

Für die fachliche Beratung der Patienten bietet das Städtische Krankenhaus Pirmasens eine spezielle Herniensprechstunde an, diese findet einmal pro Woche statt unter Leitung von Oberarzt Dan-Odysseas Miliadis. Eine Anmeldung dafür ist telefonisch möglich unter 06331 714-1599 in der chirurgischen Ambulanz. Die Operationen selber werden größtenteils mithilfe minimalinvasiver Technik unter Narkose durchgeführt, die Patienten bleiben für zwei Tage in der Klinik. Abhängig von ihrer beruflichen Tätigkeit sind sie üblicherweise nach zwei Wochen wieder arbeitsfähig.