Vortrag: Dicke Beine richtig deuten und behandeln

9.10.2019

Übermäßig geschwollene Arme und Beine können ein Zeichen für ein Lipödem sein oder auch ein Lymphödem. Wie sind diese beiden Krankheitsbilder zu unterscheiden? Und müssen Lipödem und Lymphödem auch unterschiedlich behandelt werden?

Fragen wie diese beantwortet Dr. med. Matthias Evertz in seinem Vortrag „Dicke Beine – Lipödem/Lymphödem“ am Mittwoch, 16. Oktober 2019. Auf Einladung des Förderverein Patientenforum im Städtischen Krankenhaus Pirmasens e. V. referiert der Chefarzt der Abteilung für Plastische und Handchirurgie am Städtischen Krankenhaus Pirmasens um 18.00 Uhr im Konferenzraum im 1. Untergeschoss. Der Eintritt ist frei und eine Voranmeldung nicht erforderlich.

Für alle, die unter dicken, angeschwollenen Beinen (oder auch Armen) leiden, die zudem spannen und sich schwer anfühlen, ist es wichtig, ärztlich abzuklären, ob ein Lipödem oder Lymphödem vorliegt. Das Lipödem tritt immer symmetrisch an beiden Gliedmaßen auf. Es bezeichnet eine krankhafte Zunahme des Unterhautfettgewebes, die durch Abnehmen allein nicht aufzulösen ist. Es ist zudem mit Schmerzen verbunden. Ein Lymphödem entsteht bei der Störung des Lymphflusses im Körper und tritt auch nur einseitig auf. Die Ursache kann angeboren sein oder erworben, zum Beispiel durch eine Erkrankung. Ein Lymphödem ist so gut wie schmerzfrei, es sei denn, es liegen Entzündungen vor. Obwohl die beiden Erkrankungen also von verschiedenen Ursachen herrühren – einerseits Fett, andererseits Gewebsflüssigkeit –, gibt es Überschneidungen in der Behandlung, doch die Therapie funktioniert nur bis zu einem gewissen Punkt übereinstimmend.

Im Anschluss an den Vortrag steht Dr. Evertz gerne für Fragen zur Verfügung.