Vortrag: Gefährliche Gene – erblich bedingter Brust- und Eierstockkrebs

6.6.2018

Krebspatientinnen und -patienten machen sich neben allen Sorgen und Ängsten um die eigene Gesundheit auch Gedanken, ob die Krankheit erblich bedingt sein könnte und somit nahe Verwandte ein erhöhtes Risiko tragen. Bei etwa fünf bis zehn Prozent der Brust- und Eierstockkrebserkrankungen sind die genetischen Veränderungen angeboren – sie wurden also innerhalb einer Familie weitervererbt. Typisch für ein hereditäres, also ein erblich bedingtes Tumorsyndrom sind dabei das Auftreten der Krebsfälle in jeder Generation und ein Ausbruch der Erkrankung bereits in jungen Jahren. Dabei liegt in der Regel eine Veränderung in einem bestimmten Gen vor. Hereditäre Tumorerkrankungen haben nicht generell eine schlechtere Prognose. Durch die mittlerweile engmaschige Vorsorge werden Tumoren oft in einem sehr frühen Stadium entdeckt und können rechtzeitig behandelt werden. Wer sichergehen möchte, kann eine umfassende humangenetische Beratung in Anspruch nehmen, die bei der Einschätzung des Risikos hilft und Klarheit schafft. Gewissheit verschafft ein Gen-Test, der ab dem 18. Lebensjahr durchgeführt werden kann.

Auf Einladung des Förderverein Patientenforum im Städtischen Krankenhaus Pirmasens e.V. referiert PD Dr. Dieter Mink, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Städtischen Krankenhaus Pirmasens und Leiter des dortigen Brustzentrums, zum Thema "Gefährliche Gene – erblich bedingter Brust- und Eierstockkrebs". Die Veranstaltung am Mittwoch, 13. Juni 2018, um 18 Uhr im Konferenzraum im 1.UG des Städtischen Krankenhauses Pirmasens kann wie immer kostenfrei besucht werden, auch eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Im Anschluss an den Vortrag steht Dr. Mink gern für Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Verfügung.